Burnout – Krank durch Arbeit

Plötzlich steigt das Gefühl in einem auf. Man hatte sich eigentlich vorgenommen, sich nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen, wenn in der Arbeit wieder mal etwas schief läuft. Und schon gar nicht wollte man sich über Kleinigkeiten aufregen. Aber dann zeigt sich doch wieder diese Unruhe. Man reagiert gereizt auf die Kollegen, man kann sich nicht mehr konzentrieren und schon fühlt man wieder diese Emotionen. Diese Gefühle der Erschöpfung.

Zuweilen passiert uns das allen mal. Und normalerweise ist dies  auch nicht wirklich ein Problem. Diese Tage kommen und gehen auch wieder. Sie sind Teil unseres Alltags.

Aber was passiert, wenn aus diesen Tage mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre werden? Wenn wir am Sonntagabend schon voller Angst an den Montagmorgen denken? Wenn der Gang zur Arbeit zur Qual wird?

Dann leidet man wahrscheinlich an einem Burnout.

Burnout – das Schlagwort unsere Zeit!Burnout

Ständig werden über dieses Thema Artikel verfasst und Berufsgruppen werden je nach Burnout-Gefahr gerankt. Das neueste Ranking zeigt, dass nicht mehr die Ärzte die am meisten gefährdete Berufsgruppe ist, sondern die Lehrer.

Nun, was genau ist nun ein Burnout?

Darunter versteht man den Zustand des körperlichen, seelischen und geistigen „Ausgebranntseins“. Ein Erschöpfungszustand, von dem man sich so schnell nicht mehr erholt.

Wichtig ist, dass man bereits schon die ersten Anzeichen erkennt. Und hier muss man zwischen schlechten Tagen und Erschöpfung unterscheiden.

Ein Burnout beginnt meist schleichend. Man steigert sich in die Arbeit hinein, übernimmt Überstunden, die dann doch ein bisschen zu viel sind. Aber man gesteht sich das natürlich nicht ein, sondern macht munter weiter. Folglich kommt es dann zu Fehlern, weil man erschöpft ist. Der Kreislauf zieht sich weiter, Verspätungen schleichen sich ein. Man hat öfters Kopfschmerzen, schwitzt vermehrt und reagiert auf Kleinigkeiten zynisch oder gereizt.

Es folgen natürlich Krankenstände und man hat das Gefühl, ständig erschöpft zu sein. Auch nach ein paar freien Tagen fühlt man diese Erschöpfung. Man schafft es einfach nicht mehr, sich zu entspannen und zu erholen.

Leidet man unter einem Burnout, dann muss man sich eine Auszeit nehmen. Man kann diese Krankheit nicht neben dem Arbeiten behandeln, denn der Job ist ja die Ursache.

Und man sollte sich auf die Suche nach den Ursachen machen.

Liebe ich meine Arbeit und habe ich es nur übertrieben? Und wenn ich es übertrieben habe, warum arbeite ich so viel? Liegt es am Chef, am Leistungsdruck oder fliehe ich vor etwas? Möchte ich weniger Zeit mit meiner Familie/ meinem Partner verbringen? Und wenn das so ist, wo sind die Ursachen und was kann ich ändern, damit ich mich wohler fühle?

Oder liegt es an meinem Job? Mag ich meine Arbeit überhaupt und mache ich sie mit Widerwillen? Nur weil ich einen Job brauche, damit ich über die Runden komme?

Dann solltest du dich beruflich verändern, denn sobald du die Arbeit wieder aufnimmst, erleidest du einen Rückfall. Suche bereits im Krankenstand nach einem anderen Job, damit du einen fliegenden Wechsel hast. Dann brauchst du nicht in Panik verfallen.

Egal, was bei dir der Grund ist: Betreibe Ursachenforschung und versuche, für dich eine Lösung zu finden. Denn wenn du nichts änderst, wirst du auch nicht gesund werden.

Und Burnout kann schnell in einer schweren Depression enden.

 

 

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About the Author Sonja Kieser

Coach gegen Depressionen

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