Die Angst, die Angst macht

Ist schon komisch, was sich manchmal in unserem Kopf so abspielt.

Unsere Gedanken schaffen es echt, Vorgänge in unserem Körper in Gang zu setzen, ohne dass es irgendwelche Auslöser dafür gäbe.

Eigentlich ist das gut, denn so funktioniert ja das mentale Training, aber manchmal ist das ganz schlecht, so funktioniert nämlich auch die Angst.

Die Angst, die sich den Weg durch den Hals in den Kopf sucht. Die wir langsam aufsteigen spüren und ihr gegenüber wie gelähmt sind. Wir können sie nicht stoppen – unmöglich!

Die verdammte Angst, die uns das Leben so schwer macht. Die uns in unmögliche Situationen bringt, die uns in die Panik treibt.

Sie selbst ist schon ein Riesenproblem und beeinträchtigt unser Leben. Aber noch schlimmer ist die Angst vor der Angst. Wenn wir eine Situation kommen sehen und die Angst schon förmlich spüren. Wie sie sich in unseren Körper einschleicht und sich breit macht. Wenn wir Angst haben, dass die Angst von uns Besitz ergreift und uns leitet. Dass wir ihr ausgeliefert sind. Mit Haut und Haaren.

Und wie reagiert unser Körper?

Richtig!

Er lässt die Angst noch schneller aufsteigen, als sie es eh schon tut. Er zeigt genau die Reaktionen noch mal verstärkt und schneller, vor denen wir uns so fürchten. Der Schweiß steigt in uns auf, steht uns wie ein Mahnmal auf der Stirn, die Hände zittern und der Kreislauf spielt verrückt. Und wir erkennen bereits, dass es zu spät ist. Dass die Angst in ihrer voller Wucht im Anrollen ist und uns niederschmettert.

Aber was dagegen tun? Kann man überhaupt diese Angst vor der Angst beeinflussen? Sich ihr entziehen?

Ja, das geht. Mit mentalem Training.

Eine Frau,die ihre Angst besiegt hat.

Denn die Angst funktioniert genau wie das mentale Training. Gedanken in unserem Kopf beeinflussen unseren Körper, unsere Körperfunktionen. Und wenn wir das ein bisschen üben, können wir unseren Körper positiv beeinflussen. In genau die Richtung, die wir wollen. Und dann können wir der Angst entgegentreten, ihr die Stirn bieten.

Alle Gedanken, die wir täglich hören oder denken, beeinflussen unser Unterbewusstsein. Sind es vorwiegen negative Gedanken, dann werden wir auch dementsprechend reagieren. Hören wir immer nur, dass wir schlecht, zu nichts fähig sind, dann werden wir uns auch so fühlen. Die Wörter brennen sich in unsere Gedanken. Und werden eins mit uns. Leider.

Aber es funktioniert auch umgekehrt. Hören wir ständig, dass wir das und jenes gut können, dann entwickeln wir Selbstbewusstsein. Wir sind uns bewusst, dass wir gut sind.

Wenn wir uns also einer Situation nähern, die in uns Angst auslöst, dann sollen wir uns entspannen und positiv denken. Sich innerlich mit Atemtechniken und Affirmationen beruhigen.

Und was mir auch sehr geholfen hat:

Der Angst keine Chance mehr geben.

Sollte ich Angstzustände bekommen, sich Schweiß auf der Stirn bilden, die Hände zittern, dann ist das halt so. Mich bringt das nicht um. Und was die anderen denken, ist mir egal. Die müssen selbst mit ihren eigenen Ängsten umgehen.

Und man soll nicht glauben, wie ungemein mächtig dieses „Wurstigkeitsgefühl“ ist. Denn das nimmt plötzlich der Angst den Schrecken. Und ohne Schrecken ist sie nicht mehr furchtbar. Und tritt manchmal auch gar nicht mehr auf. Ohne dass wir es bemerken.

Die Angst vor der Angst ist nur dann beängstigend, wenn wir uns vor ihr fürchten. Wenn wir die Furcht vor ihr verlieren, dann hat sie auch keine Macht mehr über unseren Körper. Und auch die eigentliche Angst verliert ihre Bedeutung.

 

 

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About the Author Sonja Kieser

Coach gegen Depressionen

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