Laufende Frau mit Hund

Sport – Immer dieser innere Schweinehund!

Als Jugendliche liebte ich Sport.

Echt schwer zu glauben, wenn man mich heute kennt.

Ich war in allen sportlichen Disziplinen ziemlich gut. In Volleyball ein Ass, im Geräteturnen nicht zu schlagen und in Ballspielen generell die Erste, die in die Mannschaft gewählt wurde.

Den ersten Einbruch hatte ich bereits in der Pubertät. Die Jungs wurden interessant und die Disco war am Wochenende eine Pflichtkür.

Der Schlaf musste nachgeholt werden und somit war weniger Zeit für Sport. Und auch weniger Interesse an Sport generell. Kurz vor der Matura war das Lernen dann halt doch wichtiger, dann kamen gleich die Jungs an zweiter Stelle und die Disco nahm das Wochenende ein.

Wenn das Herz lodert, dann kann es halt nicht mehr flattern.

Mit dem Studium fielen dann auch die Sportstunden weg und ich wurde echt faul!

Aus mit Sport! Aus die Maus! Gar nichts mehr!

Und mit gar nichts mehr, meine ich auch, gar nichts mehr.

Überhaupt keine Bewegung mehr.

Klar, im Sommer ein bisschen plantschen, hin und wieder ein paar Schwimmzüge, im Winter ein bisschen Schifahren. Hin und wieder Eislaufen, aber das war es dann auch!

 

Tja, da gibt es dieses alte Sprichwort:

Sport kann auch Spaß machen!

Wer rastet, der rostet.

Und es ist tatsächlich so.

Nicht von heute auf morgen, aber wenn du jahrelang keine gezielte Bewegung machst, dann rächt sich das später. Und ich meine nicht, die Schritte von zuhause zur Arbeit oder zum Einkaufen. Das ist keine gezielte Bewegung, du bewegst dich halt nur.

Aber was passiert denn genau, wenn man jahrelang ein Couchpotatoe ist?

Nun, durch die mangelnde Bewegungen erschlaffen die Muskeln und bilden sich zurück. Sind sie einmal zurückgebildet, braucht es wieder viel Training, um sie aufzubauen.

Auch bei mir war das so. Dazu kam auch noch ein Bandscheibenvorfall. Meine Muskeln konnten die Wirbelsäule nicht mehr richtig stützen, da sie verkümmert waren. Ich hatte Schmerzen ohne Ende und hatte Schwierigkeiten zu gehen.

 

Nun, in so einer Situation hilft dann leider nur mehr eines – Sport!

Und das ist halt so gar nicht mehr meines! Überhaupt nicht! Ich finde es viel gemütlicher, auf der Couch zu sitzen und mir einen Film anzusehen.

Wenn man aber Schmerzen hat, ist man von Natur aus motiviert, diese loszuwerden. So war es auch bei mir. Ich startete ein spezielles Rückentraining in einem Fitnesscenter, 2x die Woche.

 

Nun, Spaß hatte ich keinen. Ehrlich gesagt, bin dich der festen Meinung, dass niemand wirklich Spaß am Krafttraining oder Ausdauertraining hat.

Das Tolle ist nur das Gefühl danach. Wir sind stolz auf uns, es wieder geschafft zu haben. Unser Körper fühlt sich wohl, weil alle Muskel mal wieder aktiv waren und unser Gehirn freut sich über die Ausschüttung von Glückshormonen, die uns happy machen.

Also, ich musste mich jedes Mal selbst motivieren und mich zum Training schleppen. Und das war und ist auch noch immer der Knackpunkt:

Wenn ich mal im Fitnesscenter bin, dann trainiere ich auch. Wenn ich mal die Turnschuhe anhabe und auf der Straße bin, dann laufe ich auch.

 

Aber bis ich da mal dort bin – das ist der eigentliche schwierige Akt.

Denn wenn es um Ausreden beim Sport geht, da ist mein Gehirn sehr erfinderisch. Und Kleinigkeiten werden plötzlich unüberwindlich groß, damit sie als Ausrede dienen.

Draußen ist es zu kalt, der Nieselregen wird zum Tornado, der Schnupfen zu einer handfesten Grippe.

Und das Gemeine dran:

Wenn man das mal einreißen lässt, dann wird man immer träger. Denn dann ist es immer schwieriger, sich selbst zu motivieren und den inneren Schweinehund zu überwinden.

Also:

Akzeptieren, dass man einen inneren Schweinehund hat. – Den hat sicher jeder irgendwo. Und ihn austricksen!

Nicht nachdenken, sondern gleich mal starten. Ihm gar keine Chance zum Denken geben. Wenn er sich dann melden will, dann ist es schon zu spät!

Und man genießt dafür das wunderbare Gefühl nach dem Sport!

 

Coaching@Kieser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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About the Author Sonja Kieser

Coach gegen Depressionen

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