Eine Frau am Gipfel eines Berges.

Warum hilft mir niemand? Werde aktiv!

Immer wieder erreichen mich E-Mails von Personen, die Hilfe brauchen, die nicht mehr wissen, was sie noch alles im Leben tun sollen, damit es ihnen endlich besser geht. Sie endlich wieder gesund werden. Keine Ängste mehr haben, keine Panikattacken.

Viele gehen jahrelang zur Therapie, fahren auf Reha, andere lassen sich ambulant in einer Klinik behandeln und einige, und das sind gar nicht so wenige, lassen sich sogar in Kliniken stationär aufnehmen.

Alle miteinander schlucken viele verschiedene Medikamente: Antidepressiva, Schlaftabletten, Beruhigungstabletten.

Sie nehmen sie pflichtbewusst ein, sprechen mit den Ärzten, Therapeuten und anderen Betroffenen. Während der Therapie geht es ihnen besser und dann naht das Ende des Aufenthaltes.

Und dann sind sie wieder zu Hause, im Alltag und fallen wieder in das selbe Loch, in das sie schon vorher drin waren.

Sie fallen in ihre alten Muster zurück, bringen nichts auf die Reihe, schaffen den Haushalt nicht, lassen sich einfach nur gehen.

Manche spielen dieses Spielchen jahrelang und fragen sich:

Warum klappt das bei mir nicht? Warum geht es anderen zu Hause dann besser und nur bei mir ändert sich nichts? Vielleicht sollte ich andere Medikamente nehmen? Oder eine andere Klinik ausprobieren? Das war halt nicht das Richtige für mich!

 

Nun, man sollte zunächst einmal einiges an Grundwissen besitzen.

aktiv

Medikamente kümmern sich nur um die Symptome. Sie versuchen, das Ungleichgewicht der sogenannten „Glückshormone“ in unserem Gehirn wieder herzustellen.

Aber:
Sie bekämpfen damit nicht die Ursachen. Denn die Ursachen, die sogenannten Auslöser, sind es doch, die die Depression auslösen. Die dieses ständige Ungleichgewicht verursachen. Solange du diese nicht beseitigst, wird dieses Ungleichgewicht vorhanden sein. Du kannst es nun dein Leben lang mit diesen Medikamenten auskorrigieren, aber ob das sinnvoll ist? Willst du ein Leben lang diese Medikamente schlucken?

Nun ein paar Worte zur Therapie, die ja eigentlich den wesentlichen Part darstellt. Und hier ist es wie gesagt egal, ob es sich um eine Verhaltens-, Gesprächs-, Tiefen- oder sonst eine Therapie handelt.

Therapeuten geben dir Tools in die Hand. Sie zeigen dir anhand verschiedenster Techniken – das kommt auf die Art der Therapie und auch auf die Vorgeschichte an – wie du den Ursachen auf den Grund gehen kannst. Und in weiterer Folge natürlich auch, wie du diese beseitigen kannst.

Ich wiederhole:

Sie bringen dir Tools bei, die dir zeigen, wie du deine Ursachen beseitigen kannst.

Das heißt im Klartext:

Sie beseitigen sie nicht für dich! Sie geben dir Anweisungen, Werkzeuge und Tipps und es liegt in deiner Hand, diese auch anzuwenden!

 

Und genau da liegt der Hund begraben!

Viele sind der Meinung, mit Medikamenten und Therapie wären sie geheilt. Alles würde für sie gemacht und gut wäre es. Aber so läuft das nicht. Überhaupt nämlich nicht.
Bei einer Therapie muss man aktiv mitarbeiten – ja, genau – in Aktion kommen. Es reicht nicht aus, ein nettes Gespräch zu führen und sich berieseln zu lassen, sondern man muss das Gelernte im Alltag umsetzen.

Und genau damit haben viele ein Problem. Denn wenn sie wieder zu Hause sind, dann sind sie auf sich alleine gestellt. Es nimmt sie keiner an die Hand und sagt ihnen, was sie tun sollen. Nein, sie müssen das nun alleine bewältigen.
Und das klappt bei vielen nicht. Sie fallen in ihre alten Verhaltensmuster zurück, weil es bequemer ist.

Sicher ist es angenehmer, auf der Couch zu sitzen und fernzusehen oder Computerspiele zu spielen. Aber deine Depression wird dadurch nicht besser. Auch dein Haushalt macht sich nicht von alleine. Glaub mir, es werden keine Heinzelmännchen kommen und ihn erledigen. Im Gegenteil, es wird immer schwieriger, ihn zu bewältigen, weil immer mehr Arbeit anfällt.

 

Nur wer selbst aktiv wird und an sich arbeitet, die gelernten Dinge auch in seinem Leben umsetzt, der hat eine Chance auf Heilung.

Von nichts kommt nichts.

Das ist nun mal so!

 

Daher:

Raus aus dem Jammertal – jammern kannst und darfst du auch zwischendurch – und ran an den Speck! Werde aktiv und nimm dein Leben wieder in die Hand!

 

 

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About the Author Sonja Kieser

Coach gegen Depressionen

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